Schaden Erna Maria

    Viele meiner Bekannten und Freunde sagen einfach „Erni“ zu mir.
    Ich wurde am 3. Juli 1960 in Feldbach geboren. Die Volks- und Hauptschule besuchte ich in Paldau und nach Beendigung der Handelsschule in Feldbach bekam ich eine Anstellung als Gemeindesekretärin in der Marktgemeinde Paldau.
    1985 absolvierte ich die Standesbeamtenprüfung und wurde als erste Frau im Bezirk zur Standesbeamtin bestellt. Ich liebe meinen Beruf, da ich viele Menschen bei ihren emotionalsten Momenten - wie Geburten, Hochzeiten und auch Trauerfälle - begleiten kann. Meine Trauungsreden versuche ich immer sehr persönlich zu gestalten und kann dabei natürlich auch aus eigenen Erfahrungen berichten, denn seit 1981 bin ich mit meinem Ehemann Hans glücklich verheiratet.
    Unsere Kinder Simone (1986) und die Zwillinge Hannes und Thomas (1989) sind inzwischen schon erwachsen und seit Juli sind wir stolze Großeltern von Moritz.
    Das Dichten und Reimen habe ich von meiner Oma geerbt und anfänglich immer nur sehr persönliche Gedichte für diverse Anlässe geschrieben. Dann merkte ich, dass ich auch meine Gefühle in Mundart und Reimform besser ausdrücken kann und so entstanden unterschiedliche Werke, alle meist mit ein wenig Spaß und Ironie.
    Seit September 2013 bin ich Mitglied der Vulkanland Dichtergilde und habe dadurch die Möglichkeit meine Gedichte auch öffentlich zu präsentieren.
    Neben meinem Beruf übe ich noch ehrenamtliche Tätigkeiten in der „Gesunden Gemeinde“ und der Pfarre Paldau aus und bin Mitglied bei verschiedenen Vereinen. Gerne verbringe ich meine Freizeit mit Lesen, Walken, Rad fahren und dem kulinarischen Verwöhnen meiner gesamten Familie. In absehbarer Zeit gehe ich in den wohlverdienten Ruhestand und werde dann hoffentlich mehr Zeit zum Schreiben finden.

     

    Süchtig nach dir

    Wenn i meine Augen aufschlag in aller Friah,
    is mein erster Gedanke bei dir.
    I brauch di einfach, ja i kann nix dafür,
    i glaub, i bin süchtig nach dir!
    Der Vormittag nimmt dann sein Lauf,
    und des Begehren kommt wieder auf.
    Manchmal, do bin i a nit so guat drauf,
    doch du munterst mi glei wieder auf.
    Warum is des so bei mir?
    Bin i wirklich süchtig nach dir?
    Zu Mittag tua i nit so sehnsüchtig an di denken,
    do mog i mi mit Essen a bisserl ablenken
    und der Lust nach dir nit so viel Beachtung schenken.
    Doch schon bald kimmt wieder des Verlangen,
    du bist mir schon soooo abgegangen.
    Ganz intensiv i dann gspür,
    dass i süchtig bin nach dir.
    I kann dann koane klaren Gedanken mehr fassen,
    und könnt mi dafür oft gar hassen.
    Doch i kann von dir einfach nit lassen.
    I merk´s, i bin wirklich süchtig, oje!
    Nach dir, mein vielgeliebtes Häferl Kaffee.